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Jahresbericht 2012

Arbeitsberichte von 2003 bis 2012

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Krankenzimmer
Krankenzimmer in der Notfallambulanz



FUNIGA – Futuro para Niños, Guatemala - Alemania

für

Zukunft für Kinder, Aldea Laura, e.V.

Jahresbericht 2012

1. SCHÜLERZAHLEN


Von den 190 Schülern, die das Jahr in der Vor- und Grundschule begonnen haben, haben 15 das Klassenziel nicht erreicht und 1 Junge und 6 Mädchen brachen das Schuljahr vorzeitig ab.

Im Basico konnten 31 von anfänglich 47 Jugendlichen ihr Jahr erfolgreich beenden.

In den 3 Kursstufen der Schreibmaschinenschule bestanden 16 von 32 Teilnehmern.

In der neuen Computerakademie bestanden 6 von anfänglich 20 Jugendlichen einen der beiden Kurse.


Die Gründe für die ansteigende Rate von nicht erreichten Lernzielen sind vielfältig, haben aber alle dieselbe Grundursache, wie vom Kollegium berichtet. Die zunehmende Verarmung der Bevölkerung zwingt viele Eltern, ihre Kinder wieder mehr zu Arbeiten zur Existenzsicherung herzanzuziehen. So fehlt Vielen Zeit für die Hausaufgaben, oder Zeit, um überhaupt zur Schule zu gehen. Bei Schreibmaschine- und Computerkursen ist die Rate besonders hoch. Diese Kurse sind zwar obligatorisch für das Basico, behindern aber nicht direkt das Fortkommen. Einige Lehrer unterstützen Schüler mit Problemen mit Sonderkursen. Alle bemühen sich, durch Besuche bei den Eltern für Verständnis und die Dringlichkeit eines Abschlusses zu werben.


Welche Maßnahmen kann man treffen, um dieser Entwicklung gegenzusteuern?

- mehr Integration der Eltern durch Anreize, wie ein warmes Essen

- bei Elternabenden eine Suppenküche

- Essenpaket bei bestandenem Schuljahr - Halbjahreszeugnis oder Quartal - Gefahr der Ausgrenzung

- Essenpaket für hohe Anwesenheit - jährlich, monatlich, wöchentlich

- Herabsetzung der ohnehin schon minimalen Gebühren bei Schreibmaschine- und Computerkursen

- Jobs für bedrohte Familen schaffen, die direkt dem Projekt wieder zugutekommen, wie Gemüseanbau, Viehzucht, Geflügel, Altenpflege, Krankenpflege

- andere Programme wie Wiederaufforstung

- neue Berufsausbildungen anbieten, evtl. auch für Eltern, wie Maurer, Elektriker, Fliesenleger, Mechaniker, Pflegeberufe

- Nutzung der Schreinerei zur Wertschöpfung intensivieren

- Patenprogramm, wobei erfolgreiche Ex-Schüler Patenschaften für Kinder übernehmen.


Hierzu bitten wir alle Freunde des Projekts um weitere Ideen oder konkrete Lösungsansätze, da sich die allgemeinde wirtschaftliche Lage in Guatemala und besonders der indigenen Bevölkerung zunehmend verschlechtert.


Positiv verlaufen sind eine Vielzahl von Schulabschlüssen, sportlichen und kulturellen Veranstaltungen. Dazu und über vieles mehr wird Direktor Juan Pelico Xiloj zusammen mit Mario Vicente Tzunux bei ihrem Besuch der Jahreshauptversammlung in Nürnberg berichten.



2. FERTIGSTELLUNG DES HALLENBODENS


Der neue Hallenboden konnte rechtzeitig zum Muttertag u. a. durch Materialspenden von Mirador e.V. fertiggestellt werden. Die Halle wurde geschmackvoll gestaltet und auch ein Podest gebaut. Sie dient bereits vielfältigen Aktivitäten.


3. SCHREINEREI


Teodoros Sohn Alfredo Domingo hat nun seinen Titel als Ausbilder erlangt. Zusätzlich liefen auch Aufträge zur Anfertigung des Mobiliars der Notfallambulanz ein. Ob im Januar ein neuer Ausbildungskurs angeboten wird, ist noch offen.



4. DIE NOTFALLAMBULANZ


Sie wurde am 13. Juni eröffnet und ist seitdem mit wachsender Akzeptanz bei der Bevölkerung angenommen worden. Durch eine kostengünstige Behandlung und  Versorgung mit preiswerten Medikamenten kann vielen Bedürftigen geholfen werden. Das Team um Olga und Patti wurde durch Marilu verstärkt, die organisatorische und administrative Aufgaben übernimmt. Sie ist auch eine Ex-Schülerin, ausgebildete Lehrerin und arbeitete bereits auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge. Im September wurde eine Veranstaltung zum Thema Familienplanung abgehalten. Dabei hielten Olga und Patti einen Vortrag über Vehütungsmethoden. Die anfängliche Skepsis schlug bald in großes Interesse um, und es wurden viele Fragen gestellt. In den Schulunterricht werden in Zukunft Vorträge über Geschlechtskrankheiten und Verhütungsmethoden aufgenommen.



5. VORSTAND


Der im Mai konstituierte neue Vorstand aus Ex-Schülern, Eltern und Lehrern, angeführt von Teodoro, leistet gute Arbeit. Wir hoffen, in Zukunft noch viel Gutes von ihm zu hören.






Vielen herzlichen Dank an alle, die dies möglich gemacht haben!

Diemo Hänsler                                                                  Teodoro Xiloj





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