Ein langfristiges Ziel unseres Schulprojektes in Chocruz, eine bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung, ist seiner Verwirklicheung ein großes Stück nähergerückt. Der Verein MIRADOR e.V. aus Leipzig hat 2012 in unmittelbarer Nähe unseres Schulprojektes eine Krankenstation errichtet und am 13. Juni nach einer feierlichen Schlüsselübergabe an die einheimische Bevölkerung den Betrieb aufgenommen.

Zwei ehemalige Schülerinnen unseres Projektes wurden im Gesundheitszentrum des guatemaltekischen Vereins „„Asociación Manos Abiertas“ unter Leitung von Hannah Freiwald zu Hebammen ausgebildet und so für ihren Einsatz in der Krankenstation vorbereitet, wo sie jetzt arbeiten. Die Kosten der Ausbildung trägt MIRADOR.

Beide Hebammenschülerinnen haben uns geschrieben und berichten von ihrer Ausbildung:
Patricia Yolanda Tzoc Velásquez

Patricia Yolanda Tzoc Velásquez

Hallo an alle, die diese Seiten lesen, ich hoffe, es geht Ihnen allen gut.

Mein Name ist Patricia Yolanda Tzoc Velasquez, ich bin 21 Jahre alt und komme ausder Gemeinde Choabaj, Pamumus, Momostenango, Totonicapan, Guatemala. Ich bin die Jüngste von sieben Kindern und habe im Juni 2009 den Abschluss zur Grundschullehrerin gemacht. Es ist mein Traum, Krankenschwester zu werden und ich habe schon immer gern meinem Dorf geholfen, weil es dort nämlich viele Probleme gibt, das Wichtigste ist die Gesundheit, und dank MIRADOR und Diemo aus Deutschland mache ich in Manos Abiertas in Ciudad Vieja, Sacatepequez, gerade eine praktische Ausbildung zur Hebamme und auch für andere Dinge, die mit Krankenpflege zu tun haben.
Ich fühle mich sehr glücklich, in diesem Gesundheitszentrum zu sein, weil ich hier neue Dinge lerne, die mir in Zukunft nützen werden, in diesem Praktikum lerne ich zum Beispiel, wie man eine Geburt leitet und in der Sprechstunde lerne ich, was jede Patientin braucht, und außerdem sind die Frauen, die in Manos Abiertas arbeiten sehr fleißig und wir arbeiten gut zusammen. Sie helfen mir sehr beim Lernen, wir haben Workshops, in denen wir praktisch jede Aktivität erlernen, die hier täglich gebraucht wird und das hilft mir sehr.

Ich hoffe, noch viel mehr zu lernen als was ich bereits kann. Um meinem Dorf zu helfen und einige der Probleme zu lösen, die es dort gibt, und für das Gesundheitszentrum, das in Chocruz entsteht, werde ich alles geben, um es gut zu führen und meinen Leuten einen guten Service zu bieten, sie brauchen soetwas. Dieses Projekt wird meinem Dorf sehr helfen, weil dort nur arme Leute leben und deshalb bin ich den Leuten in Mirador un denen, die Diemo helfen, sehr dankbar, dass sie mir diese Gelegenheit gegeben haben, weil es mir Spaß macht zu lernen und in meinem Dorf als Hebamme zu arbeiten
und ich möchte mich bei den Deutschen ganz herzlich für diese Chance bedanken. Herzlichen Dank an Dich, Diemo, dass du mir mit meinen persönlichen Ausgaben hilfst, meine Familie ist Dir sehr dankbar für alles, was du für mich tust und sie freuen sich sehr, dass ich etwas lerne, das dem Dorf nützt. Herzlichen Dank auch für deine Großzügigkeit und möge Gott seinen Segen über dein Leben und über das derjenigen, die mit Dir arbeiten , halten.
Ich sonst nichts mehr zu schreiben, was ich hier geschrieben habe ist, was ich fühle und was ich mir für die Zukunft wünsche.
Herzliche Grüße,
Patricia Yolanda Tzoc Velasquey

 

Olga Xiloj Velasquez

Olga Xiloj Velasquez

 Ciudad Vieja, Antigua
Hallo Diemo!
Wie geht es Dir?…. Herzliche Grüße an alle, die mir Dir und mit MIRADOR arbeiten, ich bin sehr froh, Euch schreiben zu können, um allen Folgendes zu erzählen: Ich freue mich, dass Sie alle mir dabei helfen, neues und gutes Wissenin der Krankenpflege zu erwerben. GANZ HERZLICHEN DANK. Ohne diese Gelegenheit zum Lernen wüsste ich nicht, was ich täte, wenn ich darüber nachdenke, in welcher Lage Guatamala sich befindet…. ich bin Olga Marina Xiloj Velasquez und bin 20 jahre alt. Ich komme aus Chocruz, Pamumus, Aldea Santa Ana, Momostenango, und wie Sie wissen, war ich eine der ersten Schülerinnen, die ihren Abschluss in der Schule Futuro para Ninos gemacht haben und habe dann in der Schule CHOCRUZ weitergelernt. Ich bin sehr zufrieden damit, dass ich merkke, wie meine Gemeinde sich weiterentwickelt und wie es dort immmer mehr Leute mit einer Ausbildung gibt. Ich bin halte mich für eine junge Frau mit vielen Plänen unf glaube, dass ich eine gute Krankenschwester werden kann, das ist mein Wunsch. Im Moment bin ich in Cviudad Vieja, bei Antigua Guatemala und mache eine praktische Ausbildung in Krankenpflege und dafür, dass ich in meiner Gemeinde in Chocruz eine gute Hebamme sein mkann, das ist es nämlich, was meine Leute brauchen, dass ich ihnen mit meiner Ausbildung helfe. Außerdem bin ich sehr stolz auf meine Familie, die mir in guten wie in schlechten Zeiten zur Seite steht. …
In Zukunft möchte ich zur Universität gehen und dort entweder Pädagogie oder Jura studieren, das sind meine Lieblingsfächer, aber außerdem würde ich auch gern einen Kurs belegen, der mit Krankenpflege zu tun hat, um noch mehr dazuzulernen. So gebe ich die Hoffnung nicht auf, auf die richtige Art und Weise und mit einem Wissen den Menschen in meiner Gemeinde zu helfen, so wie auch mit dem, was ich hier in Manos Abiertas in meiner Ausbildung gelernt habe. Das ist sehr wichtig, weil ich weiß, dass es in meiner Gemeinde viele gesundheitliche Probleme gibt, und dass es außerdem keine Familienplanung gibt, weshalb die Eltern zuviele Kinder haben, aber sie denken nicht vorher daran, dass ihre Kinder auch Bildung, Kleider und Essen brauchen. Ich möchte, dass meine Leute nicht mehr unter solchen Problemen leiden, besonders wegen der Situation, in der sich das Land befindet.
In den sechs Monaten, die ich bisher hier verbracht habe, fühle ich mich sehr wohl mit dem Personal von Manos Abiertas, das mir viel beibringt. Ich vergesse auch nicht, dass ich hier bin dank MIRADOR und Aldea Laura, die dafür arbeiten, dass Chocruz sein eigenes Gesundheitszentrum bekommt.
Ich möchte Ihnen auch erzählen, dass wir vor 14 Tagen eine Zwischenauswertung hatten und nachdem ich das rResultat bekommen habe, habe ich noch mehr Lust, weiterzulernen, weil ich merke, wieviel ich bereits gelernt habe und dass ich es endlich geschafft habe, die Angst zu überwinden, die ich am Anfang hatte.
Ich und meine Familie sind sehr dankbar, dass ich das Stipendium von MIRADOR und Aldea Laura bekomme, und ich kann sagen, dass es mir im Moment an nichts fehlt, was meine finanzielle Situation angeht. Danke für Ihr Verständnis, als wir Ihnen die Anträge geschickt haben!
HERZLICHEN DANK FÜR ALLES::::SCHÖNE GRÜSSE AN ALLE und ich habe Sie alle lieb.
Olga Xiloj Velasquez

 

 Hebammenhilfe vor Ort

ein Bericht (PDF) von der Hebamme Edeltraud Hertel in der Zeitschrift Beruf & Praxis über die Gesundheitsversorgung in Guatemala

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar