In der Vorstandssitzung am 12. Sept. haben wir uns anhand des Skype-Protokolls vom 8. Sept. vor allem über die Corona-Situation in Guatemala und in unserem Schulprojekt ausgetauscht. In der Anlage finden Sie dieses Skype-Protokoll.

Es gilt absolute Maskenpflicht

Offiziell ist der Präsenzunterricht immer noch nicht erlaubt. Der Vorstand von FUNIGA hatte beschlossen, ab 31. August mit dem Unterricht in kleinen Gruppen (höchstens 5 Schüler*innen) zu beginnen. Nun kam am 7. Sept. ein neuer Ministeriumserlass, dem zufolge weiterhin an allen Schulen und Bildungseinrichtungen kein Unterricht stattfinden darf. Juan fragt an, wie er sich verhalten soll, nachdem es mit dem Präsenzunterricht in kleinen Gruppen gut angelaufen war (u.a. haben die Köchinnen regelmäßig Möbel und Unterrichtsmaterialien desinfiziert). Wir raten, sich an den Erlass zu halten und vielleicht zu überlegen, welche Möglichkeiten des Unterrichtens es doch noch gibt (Juan geht z.B. an seiner [öffentlichen] Schule in die Familien und unterrichtet dort; seine Frau Dolores lädt Schüler zu sich ins Haus ein und unterrichtet sie hier). Juan vermutet, dass es in diesem Schuljahr, das im Oktober endet, keinen Präsenzunterricht mehr geben wird.

Unterricht in Corona-Zeiten

Sehr stolz ist Juan, dass Edgar es in der 1. Klasse Grundschule geschafft hat, dass alle Schüler*innen lesen und schreiben können und so in die 2.Klasse vorrücken dürfen.

Weiterhin werden Arbeitsblätter ausgeteilt, die korrigiert werden. Auf Grund der Korrekturergebnisse soll dann evtl. eine Gesamtnote am Ende des Schuljahres erstellt werden (so die Vorstellung des Bildungsministeriums).

Wir genehmigen für den September wieder die Auslieferung eines Lebensmittelpaketes (auch in den staatlichen Schulen gibt es diesbezüglich weiterhin Unterstützung, 4 Q pro Tag / pro Schüler*in).

Die Corona-Situation in Guatemala scheint insgesamt sehr ernst zu sein. Offiziell werden z.Z. 3000 Verstorbene angegeben, aber die Zahl ist wohl wesentlich höher, da sehr viele nicht ins  Krankenhaus gehen , sondern zuhause sterben (Typisch für die Krankenhaus-situation in Guatemala die Aussage: „ Ins Krankenhaus geht man um zu sterben, nicht um gesund zu werden“). Belen, Yari (Tochter von Juan) und der Vater von Dolores wurden positiv getestet, waren jeweils längere Zeit in Quarantäne. Sie haben einen guten Arzt, der mit Naturheilmitteln anscheinend so geholfen hat, dass sie nun gesund sind.

Außerdem haben wir nach der Möblierung aller Klassenzimmer mit neuen Tischen und Stühlen die Neuanschaffung von Lehrerpulten und -stühlen genehmigt. Die Ausstattung der Schule mit neuen Möbeln ist durch einen großzügigen Sponsor gesichert.

Alicia, die neue Vorsitzende

Bei den Neuwahlen zum Vorstand unseres Partnervereins in Guatemala „FUNIGA“ wurde Alicia Xiloj Vicente zur Vorsitzenden gewählt. Alicia war 2015 zu unserem 20-jährigen Jubiläum bei uns in Deutschland.

Termin der nächsten Vorstandssitzung: 17. Okt. 2020, 10 Uhr bei Fam. Nusch